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Historie

Vor mehr als 110 Jahren...

Spricht man von den Dörfern “Auf dem Berg“- Bitzen, Dünebusch, Forst, so muß man wissen, daß diese Ortschaften uralte Bergmannsdörfer sind und immer mit der großen Erzgrube “ St. Andreas “ in Verbindung gebracht werden. Schon im 17. Jahrhundert wird über diese Grube berichtet, und in ihrer Blütezeit waren dort einmal 510 Bergleute beschäftigt, die in mühevoller und gefahrvoller Arbeit Buntmetalle und Eisenerz aus der Tiefe holten. 1907 schreibt Lehrer Karl Walter in die Chronik der Dorfschule Seifen, dass die Familie auf dem Berg neben kleiner Landwirtschaften mit 1-3 Kühen, noch in die Grube gehen “ und bringen einen nicht übermäßigen aber guten Lohn heim “. Weiter heißt es: “ Vom Stand dieser Grube hängt also das Wohl vieler Familien ab. Das ist das Glück dieser Gegend, dass Mutter Erde in ihrem Innern viele Schätze birgt... “
Ein langer und schwerer Arbeitstag hielt aber junge sportbegeisterte Männer nicht davon ab, auch den überall aufkommenden Sport zu betreiben. Auf dem Berg waren es vor allen Dingen ehemalige Soldaten – gediente Leute -, wie man damals sagte. Sie waren zum ersten Male während ihrer Dienstzeit beim Militär mit Sportübungen in Berührung gekommen. Die liebgewordene Turnerei wollten sie nun daheim weiter betreiben. Zuvor hatte es schon einen Sportverein auf dem Berg gegeben. Davon gibt eine alte Kassenbucheintragung des Turnvereins Hamm Auskunft. Im Jahre 1889 hatte der “Turnverein St. Andreas Bitzen “ dem TV Hamm ein Sportgerät ( Barren ) verkauft. Wie lange dieser Verein bestanden hat, verliert sich im Dunkeln. Ob dieser Verein die Turnerei der jungen Männer noch beeinflusste, ist nicht zu ermitteln.Hatte man in loser Form Sport betrieben, wurde bald der Wunsch wach, einen Verein zu gründen. Dies wurde schnell in die Tat umgesetzt, und am 20. Januar 1907 kam es zur offiziellen Vereinsgründung. Die Namen der Männer, die den Vorstand bildeten, sind noch bekannt:

Wilhelm Panthel, Heinrich Scholl, Heinrich Maus, Heinrich Krämer, Heinrich Krieger.

Diese Männer hatten eine umfangreiche Vereinssatzung vorbereitet, die mit gleichem Datum bestätigt wurde. Diese Satzung wurde dem Amtsbürgermeister Berns zur Genehmigung vorgelegt, der sie am 26. März 1907 unterschrieb und siegelte. Somit hatte der neue Verein einen offiziellen Charakter erhalten.

1930 - Gründung eines Fußballklubs

Ältere Menschen verstanden die Jugend nicht mehr, weil sich diese erlaubte, durch das Nachjagen eines runden Leders die abendliche oder sonntägliche Ruhe zu stören. Die ungestüme Verbreitung des Fußballsports war nicht überall in den herkömmlichen Turnverein willkommen, “ Der Turnsport genügt vollkommen zur Körperertüchtigung “, war die landläufige Meinung, und so sperrte man sich zunächst gegen das “ Fußball- Treten “. Doch der Fußball hatte die Welt in einer Rasanz erobert, wie es kaum für möglich gehalten wurde. Dieses Spiel mit dem Ball begeisterte die Jugend. Auf dem Berg war es nicht anders. Nachdem immer mehr junge Fußballer zu diesem Sport drängten, beschlossen weitsichtige Männer, das Spielen durch Gründung eines Fußballklubs 1930 in einen geordneten Spielbetrieb zu lenken. 

Zusammenschluß des Turnvereins und Sportvereins Bitzen

Auf Druck der nationalen Sportführung wurden die Zusammenführungen von zwei oder mehr Sportvereinen in einem Ort beschleunigt. Im Amt Hamm waren die Vereine Hamm und Bitzen betroffen. Am 26. März 1935 kamen die Mitglieder des Turnvereins “ Germania “ und des Fußballvereins in der Schule Dünebusch zwecks Zusammenschluss beider Vereine zusammen. Als Mitglied beider Vereine eröffnete Lehrer Hensel die Versammlung. Nachdem Ortsgruppenführer Kaiser aus Hamm über technische und organisatorische Fragen des Zusammenschlusses referiert hatte, kam man zur Abstimmung, und alle Anwesenden waren einstimmig für den Zusammenschluß. Der neugegründete Verein nennt sich nunmehr Turn- und Sportverein “Germania“ Bitzen. (verfasst von Horst Moog, aufbereitet von Michael Gerhards)